Um unsere Völker überwinterungsfähig zu machen, ist es wichtig, dass sie mit genügend Winterfutter in die Winterruhe gehen. Richtlinien nach Liebig und Aumeier sind bei einzargigen Völkern 18kg Futter, bei zweizargigen 20kg. Wer wissen möchte, was passiert, wenn man zu viel Füttert, schaut sich gerne den folgenden Artikel an.
Zuckerwasser, Invertzucker, Maische, ... - Was füttern wa nu?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Einfütterungserfolg zu überprüfen. Dieser Artikel beschreibt drei gängige Abschätzmethoden, um den aktuellen Futterstand im Volk in Erfahrung zu bringen.
Gewichtsprobe
Die gängige auch in der außerwinterlichen Betriebszeit der Völker angewandte Methode ist die Abschätzung durch ankippen. Dabei sollte das Gewichtsgefühl so sein, als ob man einen halben Kasten Bier tragen würde. Dann ist genügend Futter vorhanden, um dem Volk auch bei Trachtlücken das überleben zu sichern.
Messungen mit der Hängewaage
Bei dieser Wiegeweise gibt es zwei Möglichkeiten, wir vorgegangen werden kann. Auf jeden Fall benötigt man eine Hängewaage, die man aus dem Einzelhandel beziehen kann. Ich habe gute Erfahrungen mit der Meilen Fischerwaage gemacht. Den Wägehaken kann man an den Boden der Beute anbringen, ohne dass die Beute groß wegrutscht.
Hinten wiegen und dann mal 2
Ich arbeite mit dem wiegen von hinten. Dabei befestige ich die Hängewaage ziemlich in der Mitte des Beutenbodens am hinteren Teil der Beute und ziehe hoch.
Diese Messmethode kann nur als grobe Abschätzung durchgehen, da das Futter ungleichmäßig auf den Waben verteilt sein könnte. Besser ist die nächste Methode.
Vorne und hinten mit der Hängewaage wiegen
Bei dieser Methode wird die Hängewaage Vorne und Hinten an der Beute befestigt (Haken am Holz einfach anhängen und vorsichtig ziehen). Die beiden Messwerte werden zusammen addiert und ergeben dann das Gesamtgewicht der Beute. Um den Futtervorrat zu ermitteln müssen nun noch das Gewicht von Beute, Wachs, Rähmchen und Bienenmasse abgezogen werden. Dann hat man das reine Futtergewicht.
Wiegen mit der Stockwaage
Die genaueste Methode ist das Wiegen mit der Stockwaage. Dies hat auch den Vorteil, dass der Trachtverlauf direkt im Eintrag der Nektarmenge im Verlauf eines Bienenjahres überprüft werden kann. Mit der Anschaffung einer Stockwaage ist man mit ca. 404 EUR dabei. Das finde ich sehr ambitioniert für die Hobbyimkerei.
Meine Messmethode beschreibe ich sehr detaiiert in folgendem Artikel
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